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Frankreich: Richter zornig über Sarkozy
Französische Richter wollen streiken. Für Donnerstag steht ein landesweiter Protesttag an. Die Rebellion richtet sich gegen Präsident Nicolas Sarkozy. Dieser hatte Richter und Polizisten letzte Woche heftig für ihren Umgang mit Wiederholungstätern kritisiert – zu Unrecht, meint Frankreichs Justiz. Auslöser der Debatte war der Mord an einer 18-Jährigen: Der mutmaßliche Täter war mehrfach vorbestraft und auf Bewährung freigekommen. Die Richter haben es satt, vom Staatspräsidenten immer wieder aufs Korn genommen zu werden. Die Regierung sprach von einer „Überreaktion“. Eine Reportage von Hérade Feist.
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Es klingt vielleicht hart Menschen, die sich gegen rechtsextreme Gewalt aussprechen und sogar eine Resolution gegen diese verabschieden wollen, heuchlerisch und verlogen zu nennen. Immerhin stellen sie sich auf die gute Seite und zeigen so eben nicht rechtsextrem und gegen Gewalt zu sein. Das sich stellen auf eine Seite mit diesen Stärken ist toll, half aber den von Nazis abgestochenen Jugendlichen in Marl im Zweifel nicht.
Es gab eine Zeit in Marl, in der Jugendliche und junge Erwachsene sich zu den sogenannten Autonomen Nationalisten zusammenschlossen und in einer erschreckenden Regelmäßigkeit Angriffe verübten, über die der WDR, Ruhrbarone, die WAZ und viele andere Portale, berichteten. Eine Zeit lang wurde man bei Google mit der Suche „Nazihochburg“ direkt auf Marl verwiesen. Zwischen 2006 und 2009 habe ich insgesamt viermal Freunde nach Übergriffen von Rechten im Krankenhaus besucht, die dort stationär behandelt werden mussten.
Was hat das mit der Lokalpolitik zu tun?
Im Sommer 2008 erzählte ich dem Rat in der Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner von einer Reihe von Vorfällen, die sich innerhalb von wenigen Wochen ereignet hatten.
Nachdem das Thema „Nazis“ bereits im Jahre 2006 kurz auf der Agenda der Politik gestanden hatte, war man nun wieder aufgeschreckt. Dass die Polizei diesmal nicht dementieren konnte, dass diese Angriffe stattfanden und die Opfer der Gewalt keinen Bezug zu irgendeiner Szene hatten, führte dazu, dass Marler Politiker „Konsequenzen“ forderten.
Sie reagierten, mit einer Sondersitzung des Ausschuss für Kinder- Jungend und Familie. In der Sitzung kamen auch einige Opfer zu Wort und berichteten ihre Erlebnisse. Der Staatsschutz sagte damals: „Die Zahlen belegen keine Bedrohung von Rechts„. Der damalige Leiter des Staatsschutzes, Bernd Löffler, konnte dabei nicht erklären, warum er die genannten Fälle nicht kenne.
Das Ergebnis der Runde:
So einigte man sich am Ende auf die Bildung eines „Marler Bündnisses gegen Gewalt“. Man tue zwar schon eine Menge, aber das könnte man auch noch optimieren. Der Polizei-Vertreter bot an, die Bürger sollten sich unmittelbar an den polizeilichen Staatsschutz wenden, wenn sie Informationen hätten.
Dieser ‘Arbeitskreis’ löste sich nach drei Treffen, an dem kein Parteivertreter teilnahm, selbst auf.
Die gleichen Lokalpolitiker, die damals – nichts – taten, haben für den 15.12.2011 eine gemeinsame, fraktionsübergreifenden „Resolution gegen Rechtsextremismus“ vorgelegt. In dieser heißt es, „dass dem Extremismus entschieden entgegen getreten werden soll. Wir sind alle verpflichtet zu handeln – überall dort, wo Rechtsextremisten versuchen, gesellschaftlichen Boden zu gewinnen.“
Es klingt vielleicht hart Menschen, die sich gegen rechtsextreme Gewalt aussprechen und sogar eine Resolution gegen diese verabschieden wollen, heuchlerisch und verlogen zu nennen.
Artikel aus der Marler Zeitung:
Die UBP (Unabhängige Bürger Partei), die von einigen rechts populistisch genannt wird, und einen Wahlkampf auf Kosten von Migranten gemacht hat und unter anderem fordert, keine Sozialhilfe an nicht Europäer zu vergeben, möchte auch ein Zeichen gegen Extremismus setzen:
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Bündnis 90/Die Grünen Marl lehnt die von der Stadtverwaltung Marl beabsichtigte Zusammenlegung der Dr.Carl-Sonnenschein-Schule mit der Bonifatiusschule ab.
Wir halten wir es für falsch, schon im nächsten Schuljahr keinen Schulneulingsjahr- gang mehr aufzunehmen.
Dadurch stirbt die Schule im Bewusstsein der Bürger und verliert jegliche Identität. Das Schulleben würde langsam erlöschen.
Wir halten es für besser den Elternwillen zu berücksichtigen der anhand der Anmeldezahlen eindeutig zeigt, dass ihre Kinder zu Dr. Carl-Sonnenschein Schule gehen sollen und nicht zur Bonifatiusschule, deren Anmeldezahlen demnächst weiter zurückgehen werden.
Das Möglichkeiten bestehen zeigt das Beispiel der Johannes- /Haardschule in Sinsen, wo auch ein gleitender Übergang ermöglicht wurde. Das dies kein Einzelfall ist zeigen auch Beispiele aus anderen Kreisstädten. In Dorsten wurde für die Agatha- Schule mit Teilstandort in Altendorf-Ulffkotte auch eine elterngerechte Lösung gefunden.
Weiterhin ist die Dr.Carl-Sonneschein-Schule ist die letzte reine katholische Grundschule Marls und bietet Eltern, die ihr Kind in diesem Sinne ausgebildet haben wollen die einzige Möglichkeit dies zu tun.
Die Floskel „mit katholischer Ausrichtung“, die die zukünftige zusammengelegte Schule haben soll, ist unbestimmt und bietet keine verbindliche Ausgestaltung. Das Dekanat der katholischen Kirche in Marl lehnt deshalb die Zusammenlegung ebenfalls strikt ab.
Aufgrund der im Vorfeld erneut desolaten Informationspolitik, bei der die Eltern er neut aus der Presse erfahren mussten, was mit der Schule ihrer Kinder passieren soll, konnten die positiven Argumente für den Erhalt der Schule überhaupt nicht in die Verwaltungsvorlage eingearbeitet werden.
Den Ratsmitgliedern sollte noch einmal deutlich vor Augen geführt werden, dass sie eine Schule vernichten würden, die,
– ein einzigartiges, umfangreiches Angebot der Freien Arbeit für die Schüler an- bietet, das unter Mithilfe vieler Eltern die unterschiedlichsten Projekten betreut.- von den Anmeldezahlen her deutlich macht, dass sie eine beliebte Schule ist, die auch in den nächsten Jahren stabile zweizügige Schülerzahlen bieten wird, während die Bonifatiusschule, aus welchen Gründen auch immer von den Eltern abgelehnt wird. Nicht umsonst beabsichtigen viele Eltern der Dr.- Carl-Sonnenschein Schule, bei einer Zusammenlegung ihre Kinder an der Goetheschule anzumelden, was zum nächsten organisatorischen Chaos in der Schulverwaltung führen wird.
- allein aufgrund von Annahmen im Schulentwicklungsplan geschlossen werden soll, obwohl gerade dieser Plan zweifelhaft zustande gekommen ist und von vorneherein mit Fehlern behaftet war. Dem Gutachter wurden von Anfang an Fehler nach gewiesen. Hier sei nur die schlechte Bewertung des Schulhofs angeführt, obwohl dieser vom Förderverein mit Spielgeräten ausgestattet wor- den ist.
- „kindersicher“ an einer Nebenstraße liegt, anders als die Bonifatiusschule.
- eine gesicherte Betreuung bis 13.45 Uhr anbietet und die Eltern nicht zwingt am „Offenen Ganztag“ teilzunehmen, ohne dass Bedarf besteht. Dies war für viele Eltern ein wichtiges Argument ihre Kinder dort anzumelden, nicht zuletzt aus finanziellen Gründen.
Wer Prestigeobjekte wie die Scharounschule mal eben mit zusätzlichen 1,5 Millionen subventioniert, sollte die anderen Schulen in der Stadt nicht opfern.
Uns ist bewusst, dass bei einem Rückgang der Anmeldezahlen irgendwann ein Zusammenschluss unumgänglich sein könnte. Bis dahin, sollten aber funktionierende Schulen nicht durch Verunsicherung der Eltern „kaputtgeredet“ und voreilig geschlossen werden.
Für den Vorstand
Michael Sandkühler
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